Archiv der Kategorie: Trail

La Corsa Della Bora S1 2020

Der Weihnachtsspeck-Verbrennungslauf in einer sehr schönen Gegend ungefähr 15 km von Triest entfernt. Der S1 ist ein 100-Meilen-Rennen mit 7.100 Höhenmetern und startete am 3. Januar 2020 in Sistiana. Es gibt zwei Startmöglichkeiten um 5:00 oder 7:00 Uhr. Für mich war 5:00 Uhr ideal.

Also ging es um 5:00 Uhr mit der Stirnlampe los raus aus dem Sportgelände und hinunter Richtung Meer. Dort auf den Klippen immer weiter am Meer entlang und noch alles flach aber bereits auf tollen Trails. Die Strecke ist unheimlich gut ausgeschildert und an den Flatterbändern sind immer Reflektoren angebracht. Man sieht immer weit voraus wo die Strecke hinführt.

Dann geht es langsam hoch in Richtung Slowenien und in die Wildnis, leider hatte mein Tracker ein Problem. Er sendete falsche Positionen bzw. gar keine. Das Race Office nahm noch in der Dunkelheit Kontakt zu mir auf, da musste ich wieder Läufer vorbeiziehen lassen.

An der VP bei 20 km meldete ich das Problem mit dem Tracker, er wurde überprüft und ging nicht. Anscheinend ging er ab und zu wieder. An jeder VP fragte ich nach und bei 85 km wurde er ausgetauscht. Von da ab ging gar nichts mehr – was ich aber erst im Ziel erfuhr.
Quasi vom Start bis 40 km ist man in der Wildnis auf Hammer harten Singletrails. Man muss ständig aufpassen. Die Trails sind noch mit hohem Gras verdeckt und darunter der Kaast, auf dem man ständig rutscht.

Es wurde ein schöner sonniger Tag, fast zu warm. Unterwegs zog ich meine Jacke aus und verpackte sie im Rucksack. Der Tag verging und endlich bei 64 km gab es dann mal etwas richtiges zu essen – Pasta und Suppe mit Reis. Dort kam dann mein Freund Martin Stortz von der LG Geroldseck auf mich aufgelaufen. Er startete um 7:00 Uhr.

Zusammen gingen wir den nächsten Berg an und genossen die letzten Strahlen der untergehenden Sonne.

Die Zeit nahmen wir uns für ein paar Erinnerungsfotos.

Danach ging es bergab und wir trennten uns wieder. Bevor es richtig dunkel wurde holte ich meine Stirnlampe aus dem Rucksack und eine lange Nacht stand bevor.

Die nächste VP war Gojaki bei 85 km, dort standen unsere Drop Bags. Zuerst kam die Uhr und das Handy an den Powerbank, danach Schuhe aus, Pasta und Suppe bestellt. Den Drop Bag geöffnet und frische Klamotten, Schuhe und meine Getränke raus. Zuerst ein alkoholfreies Radler getrunken, danach eine Sprite, dann gegessen am Ende noch ein Red Bull. Danach Klamotten-Wechsel und neue Schuhe an. Die Uhr, Handy und den Powerbank wieder verstauen, die Trinkflaschen am Rucksack auffüllen und wieder ab in die Nacht.

Jetzt kam bis 103 km ein richtig schwerer Abschnitt mit über 1.100 Hm und die höchsten Punkte von der Strecke und immer vertikal hoch. Es ging in Richtung Kroatien und prompt lief man am Stachelraht bergauf und ab dort entlang. Es ging dann über eine Pferdekoppel, da musste ich mich dann durch manövrieren und sah immer die Augen im Licht blinken. Der Bora Wind ging nun auch noch los.

Ich lief dann auf eine 5-köpfige Gruppe auf und hielt mich dort hinten auf, da es sowieso bergauf ging. Beim Downhill erkannte ich dann meinen Freund Martin wieder und wir liefen beide zusammen weiter. Wir beschlossen, bis ins Ziel weiter zusammen zu laufen.

Die nächste VP war in einer Garage und davor ein Pavillion. Wie gesagt der Wind wurde immer stärker und prompt flog der Pavillion davon. Es zog richtig an der VP und da war schon kurz vor Mitternacht also schnell weiter.

Jetzt war ein etwas flacherer Abschnitt der uns in Richtung Triest brachte. Dann sahen wir die Lichter vom Hafen Izola/Koper/Slowenien.

Ein Singletrail führte uns bergab nach Dolina/Italien zu der nächsten VP ca. 2:00 Uhr. Für mich gab es Äpfel, Salami, Bouillon und Zitronentee. Die VP war ein beheiztes Armeezelt da fielen mir kurz im sitzen mal die Augen zu. Also wieder schnell raus auf die nächsten Verticali Anstiege. wieder ein ganz schwerer Abschnitt mit sehr viel Kaast und ein Steig der ausgesetzt mit Seilen befestigt war. Dann bergab und in ein Tal hinein und am Ende – wie soll es auch anderst sein – Verticali.

Jetzt fiel es aber leichter denn es wurde wieder Tag und die nächste VP bei 132 km stand an.

Hier gab es Würstel und Zitronentee, leider keinen Kaffee.

Die Strecke blieb weiterhin schwer und da machte auch der Ausblick nach Triest nichts leichter.

Hier ein Blick nach links, wo es die Nacht rauf und runter im Kaast ging.

Blick auf Triest

Aber es ging nach Hause und etwas über 30 km blieben uns noch. Langsam wurde es immer wärmer und ich zog die Jacke au,s später noch das lange Laufshirt und zog ein kurzes darüber.

So ging es weiter am Meer entlang und ganz lange Anstiege kamen keine mehr.

Auf den letzten 15 km liefen dann immer mehr Läufer von den anderen Strecken (16 km, 21 km, 57 km) auf uns auf. Was ein Problem war auf den Singletrails und der Schwere der Strecke. Die wollen vorbei, aber meine Zeit läuft auch.

Egal das Ziel naht.

In Sistiana angekommen ging es noch einmal runter bis ans Meer und die letzten 3 km wieder bergauf.

… bis ins Ziel … 168 km … 7.100 Höhenmeter … 34:30:00 Stunden …

33. Gesamt … 4. AK

Es war ein Harter Ritt. Gerade die zweite hälfte vom Rennen war richtig schwer. Leider war die Verpflegung etwas dürftig. Man hätte mehr Pasta an den Versorgungen und Kaffee gebraucht.

Die Strecke war sehr gut ausgeschildert, ein ganz großes Lob an die Veranstalter. Auch die Ordner unterwegs an den VPs waren immer ansprechbar und sehr hilfsbereit, Top.

Wer im Winter einen 100 Meilen Lauf sucht, der sollte den La Corsa Della Bora ins Auge nehmen. Aber ACHTUNG, dass er dich nicht abwirft.

Silvesterläufe 2019

Einige Läufer waren am letzten Tag des Jahres noch laufend unterwegs:

Start um 06:57 Uhr:

9,39 km Distanz | 1:41:22 Zeit | 10:48 min/km Ø Pace | 510 m Positiver Höhenunterschied

Frauenpower beim Silvesterlauf in Heddesheim. Die Heddesheimer Meile (7,7 km) liefen Astrid und Alex. Alex schaffte es auf den 3. Platz ihrer Ak. Super 🙂 Sabine und Petra waren auf der Minimeile (4,3 km) unterwegs.

Fleißig trainiert für den letzten Lauf am letzten Tag des Jahres: Laura und Steffen in Pfalzdorf (NRW)

Laura 43:52 und Steffen 38:12
Über 240 Jahre Manpower incl. Glühwein und Tee mit Rum beim Lauf in Ladenburg.

Oder alternativ so:

Maxdorf – Schriesheim – Köln

An diesem tollen Herbstwochenende waren unsere Läufer von Maxdorf bis Köln unterwegs.

Maxdorfer Gemüselauf am 12.10.2019
In diesem Jahr musste Hajo als alleiniger Vertreter vom Lauftreff um einen Gemüsekorb laufen. Bei besten Bedingungen erreichte er nach flotten 47:23 min das Ziel.


6. engelhorn sports Strahlenburgtrail am 13.10.2019
Beim DAK -Fitness-Trail über 7,6 km und 300 Höhenmetern startete Janine und war bereits nach 51:26 min wieder im Ziel.
King of the Hill Race
Harald und Rüdiger nahmen die 15,2 km in Angriff, obwohl Rüdiger noch der GELITA-Marathon in den Beinen steckte. Für diese Strecke musste der Fitness-Trail zwei mal gelaufen werden – es gab also auch doppelte Höhenmeter.

Ergebnisse Strahlenburgtrail

Köln-Marathon am 13.10.2019
Die letzten Wochen wurde fleißig für die Marathons in Köln, Bottwartal und Frankfurt trainiert.
Inga durfte zuerst an den Start. Sie hatte sich für ihren ersten Marathon Köln ausgesucht und war schon vorher recht aufgeregt. Die Bedingungen für das erste Mal waren super, bestes Wetter und begeisterte Zuschauer.
Philipp begleitete Inga auf der Strecke als Zuschauer und hielt uns auf dem Laufenden:
„Update beim km 10! Keine Überraschungen, dafür beste Stimmung auf der Strecke! Hoffentlich bleibt das so“ …
„Jetzt wird es hart hier in Köln, letzte 10 km! “ …
4:08:18 Zielzeit für den ersten Marathon, das kann sich doch sehen lassen.
Nachricht von Inga:
„Ziel erreicht. Aber einmal und nie wieder!!! Bis km 24 noch auf 3:45er Kurs… dann mega Schmerzen in den Oberschenkeln bekommen, teilweise sogar nur noch gegangen, dann kamen Seitenstiche hinzu … man unterschätzt die Länge doch etwas auf der zweiten Hälfte somit 23 min verloren und mit 4:08 irgendwie noch gefinisht … ich hab das Kapitel Marathon für mich beendet und konzentriere mich nur noch auf “kürzere” Sachen.“ …
„Bis Kilometer 15 bin ich direkt hinter bzw mit der Pace Makerin gelaufen. Dann ist die ausgestiegen weil sie Durchfall hatte und ich hab plötzlich ihren Rucksack mit dem blöden Fähnchen aufgehabt das ist mit die ganze Zeit gegen den Hinterkopf geschlagen und hat mich mega irritiert. Bei Kilometer 22 kamen dann die anderen beiden 3:45 pace maker von hinten und haben mir den Rucksack abgenommen, dann war ich endlich die Verantwortung los. Und zwei Kilometer später war ich die beiden auch „los“, als ich bei einer Getränkestation mit Dixiklo Halt gemacht hab, eine Banane gefuttert … Ich hab die Beine auf der zweiten Hälfte dann einfach nicht mehr hoch bekommen. Treppen steigen und Reiten wird die nächsten Tage auch sehr spaßig werden glaub ich.“

Anspruchsvolles Laufwochenende

Trotz Wind und Wetter waren wieder tapfere Läufer unterwegs. Holger machte den Schwarzwald unsicher, Hartmut und Rüdiger starteten beim Gelita.

Am Samstag fand der Black Forest Trailrun über 57 km statt. Oberdrauf kamen noch 2.400 Höhenmeter. Holger war bei Regen, Wind und Kälte 7:14:25 h unterwegs.

Am Sonntag starteten Hartmut und Rüdiger beim GELITA-Trail. Hier der Bericht von Rüdiger:
Heidelberg bot am 06.10.2019 mit dem GELITA Trail Marathon, die Kulisse für einen der der härtesten und zugleich schönsten Läufe in Deutschland. Bei kühlen Temperaturen und regennasser Strecke stellten sich 2 Läufer vom SV 98/07 Seckenheim – LaufSeggeneLauf – der großen Herausforderung.
Bei Dauerregen und unglaublich glatten Strecken absolvierte Hartmut Scheurich den Half Trail über 30 km und 1.000 Höhenmetern in einer Zeit von Std. 4:48:46 und Rüdiger Lapsit den Gelita Trail Marathon über 42 km und 1.500 Höhenmeter in Std. 6:50:20.
Die Strecke war geprägt durch die malerische Romantik der Heidelberger Altstadt, den touristischen Highlights entlang der Strecke, aber auch den extremen Herausforderungen über unebene und den aufgeweichten Trails sowie den zu überwindenden Höhenmetern. Die Strecke verlief nach der Überquerung der Alten Brücke, über die Hirschgasse, entlang dem Philosophen Weg, zur Thingstätte in Richtung Weißer Stein zum höchsten Punkt auf der nördlichen Seite Heidelbergs. Vom Langen Kirschbaum folgte dann der lange Abstieg zum Neckar und die Überquerung der Schlierbacher Neckarbrücke.
Weiter ging es über den Auweg und den Steinhüttenweg in Richtung Heidelberger Schloss. Für die Teilnehmer u. a. des Marathons erwartete nach 35 km noch die ultimative Herausforderung über die
Natursteinstufen der Himmelsleiter. Die Himmelsleiter ist eine aus 850 Stufen bestehende Natursandstein-Treppe, hinauf zum Königstuhl. Danach ging es zum Ziel auf dem Karlsplatz in der
Heidelberger Altstadt.
Zusammenfassend kann man sagen, toller Lauf, mit anspruchsvollen Trails und eigentlich schönen Kulissen … für das nächste Jahr wünschen wir uns nur etwas weniger Wasser von oben 😉

Ein Dankschön möchten wir den vielen Volunteers aussprechen – eine so große Veranstaltung, wie der GELITA Trail Marathon Heidelberg, ist ohne die Mithilfe von zahlreichen Freiwilligen gar nicht durchzuführen. Besonders bedanken möchten wir uns natürlich bei den Freiwilligen des SV 98/07 Seckenheim an der Verpflegungsstelle auf dem Weißen Stein. Es ist etwas Besonderes, wenn man von seinen Laufgefährten unterstützt und motiviert wird. Vielen Dank.

Anspruchvolle Trails im Leiningerland

22. September 2019

Herrliches Herbstwetter und tolle Trails zogen Sabine, Gesine, Uschi, Janine, Thomas (FunTrail 8,9 km und 140 Höhenmeter) sowie Hartmut, Harald und Rüdiger (PfalzTrail 34,8 km und 820 Höhenmeter) in die Pfalz.
Super Stimmung begleitete die Läufer auf ihren Trails. Alle kamen gut gelaunt ins Ziel.

Vorfreude auf dem Lauf, Uschi zum ersten Mal dabei
Hurra, geschafft 🙂

Ergebnisse PfalzTrail:
Harald 04:03:39
Rüdiger 04:47:32
Hartmut 04:47:30
34,8 km und 820 hm

Ergebnisse FunTrail:
Janine 00:50:12
Gesine 00:59:00
Thomas 00:59:01
Sabine 01:07:43
Uschi 01:11:04
8.9 km und 140 hm


Zehnmal am Matterhorn gefinisht

21./22. August 2019 Matterhorn ULTRAKS
Sabine nahm auch in diesem Jahr beim Matterhorn Ultraks in den Schweizer Bergen um Zermatt teil. Fünf verschiedene Läufe mit unterschiedlichen Distanzen, Höhenmetern und Herausforderungen standen zur Auswahl. Sabine entschied sich zum fünften Mal für den „kleinen“ Aktive-Lauf. Die rund 19 kilometerlange Strecke ging  über 1.150 Höhenmeter über Stock und Stein. Während Start und Ziel direkt im Herzen Zermatts (1.608 müN) aufgebaut war, ging der Trail auf Wirtschafts- und Wanderwegen hinauf auf die 2.288 m hoch gelegen Sunnegga. Nach dieser Steigung, konnte man an der Verpflegungsstation etwas verschnaufen, dann mit viel Schwung das Gefälle mitnehmen, ehe es nochmals auf 2.222 hoch ging. Auf Riffelalp wartete nicht nur Käse, Vollkornbrot und Obst auf Läufer und Walker, sondern auch eine kräftige Boullion. Nach einem sehr steilabfallendem Stück durch den Wald konnte eigentlich nichts mehr schief gehen und bald waren die die Fahnen und der Zielbogen auf der Ultraks-Plaza in Sicht. Als der rote Teppich erreicht war, kamen die Glückgefühle auf und alle Strapazen waren vergessen. Leider brauchte Sabine in diesem Jahr mit 3:39 Stunden rund 9 Minuten länger als im Vorjahr. Sie war mit ihrem Ergebnis dennoch mehr als zufrieden, schließlich war der durch eine Knie-OP bedingte 5-monatige Trainingsrückstand noch nicht ganz aufgeholt. Mit diesem Lauf und den fünf Matterhornläufen über 11 Kilometer in den Jahren 2008 bis 2012 blickte Sabine auf ihren zehnten Finish am Matterhorn zurück. Ob es auch eine elfte Teilnahme gibt wird sich zeigen.

Da bekommt man gleich Lust, mitzulaufen …

Langes Laufwochenende von Heidelberg bis Wilhelmsfeld

NCT-Lauf
Am Freitag, den 05. Juli, war Start beim NCT -Lauf gegen Krebs in Heidelberg. Zur Wahl standen unterschiedliche Distanzen.
Steffen startete bei den 10 km und lief diese in unglaublichen 0:41:14 trotz der hohen Temperaturen. Glückwunsch zu der tollen Zeit!
Janine lief mit Vanessa 2 Runden (5 km) in 00:37:35 bzw. 00:37:29.
Rüdiger war als Helfer dabei 🙂

Edingen Sommerlauf
Am Samstag Morgen, den 06. Juli, startete trotz Hitze eine Lauftreffauswahl beim Sommerlauf in Edingen.
Petra lief die Einsteigerstrecke von 3,6 km in 00:27:38.
Tobias wählte ebenfalls die kurze Strecke – er hatte keine Zeit 😉 – und erreichte den 2. AK-Platz mit einer super Zeit von 00:14:19.
Sabine walkte 7,5 km in 00:57:34 und wurde damit 3. Frau in der Gesamtwertung. Gratulation!

Wilhelmsfelder Kerwelauf
Am Sonntag hieß es zeitig raus aus dem Bett und auf zum Kerwelauf nach Wilhelmsfeld. In der Nacht war es etwas abgekühlt, so dass es ein angenehmer Lauf wurde. Zur Auswahl standen hier Walking, 10km und Halbmarathon auf einer hügeligen Strecke durch den Wald.
Gerhard hatte neben den 10 km noch 180 hm zu bewältigen und kam nach 00:53:21 ins Ziel.
Holger und Katrin wählten den HM mit 320 hm. Holger erkämpfte mit tollen 01:40:37 den 2. Platz seiner Ak. Katrin kam nach 01:49:39 ins Ziel und erreicht damit ebenfalls den 2. Ak-Platz.

Ausflug nach Salzburg zu Mozart100

Die Wahl unseres diesjährigen Lauftreffausfluges fiel auf Salzburg. Mozart 100 bot von 9 km bis 109 km für jeden etwas. Alle Strecken waren eine Herausforderung.:

Mozart City Trail 9 km 300 hm
Mozart Half Marathon 21 km 940 hm
Mozart Light 32 km 1.140 hm
Mozart Marathon 42 km 1.700 hm
Mozart Ultra 63 km 2.000 hm
Mozart 100 109 km 5.000 hm

Sonntag, den 15. Juni 2019, gingen unsere Ultras um 7 Uhr an den Start.

Die anderen konnten ausschlafen und starteten erst 10 bzw. 11 Uhr.
Egal, bei welcher Distanz gestartet wurde, es war bei über 30°C nicht leicht, durchzuhalten.
Die vielen technischen Trails waren ebenfalls eine echte Herausforderung.
Besonders hart fanden wir die über 1.000 Stufen, die bergauf und bergab zu bewältigen waren.
Belohnt wurden wir unterwegs mit tollen Panoramablick auf Salzburg und Umgebung.


Von unserer Truppe erreichten alle das Ziel 🙂

Ergebnisse: Mozart100 2019

Mozart City Trail:
Gesine 1:16:19
Veronika 1:19:03
Susanne 1:38:12

Mozart Half Marathon:
Hartmut 3:49:18

Mozart Light:
Katrin 4:29:44
Gerhard 4:49:25

Mozart Ultra:
Harald 11:09:38
Rüdiger 13:07:33

JUNUT 170 – irre 170 km mit 5.400 hm

Und Holger wagte es, diese Wahnsinnsstrecke und auch noch so viele Höhenmeter, in Angriff zu nehmen. Starterlaubnis erhält man nur mit entsprechender Erfahrung. Marathonerfahrung reicht da nicht aus.

Start war für seine Gruppe am Freitag, 05.04.2019 um 10 Uhr in Dietfurt. Der Jurasteig Nonstop Ultratrail schlängelt sich Nürnberg und Regensburg …

Das Rennen konnte per Livetrack verfolgt werden. Der Lauftreff war natürlich ganz aufgeregt dabei. Nur über Nacht musste Holger ohne uns laufen. Aber gleich früh checkten wir wieder seinen Standort. Am Samstag 15:18 Uhr erreichte er das Ziel 🙂 = 9. Platz und AK Platz 1 mit 29:19 h. Glückwünsche für diese irre Leistung.

Ergebnisse: https://race.junut.de/JunutFinisherKurz.html

Und hier der Bericht von Holger:

Nach vielen Trainings und Wettkampfkilometern meistens gespickt mit Höhenmetern ging es am Freitag den 05.04 endlich auf die Strecke. Um 10:00h ging es in Dietfurt an der Altmühl auf die 170km des Jurasteigs. Meine Eltern,Onkel mit Begleitung waren alle am Start und begleiteten mich immer wieder an den VPs und schossen tolle Fotos.

Wichtig es war trocken und es sollte auch so bleiben.

Es stehen am Anfang bis zur ersten 1.VP in Riedburg 26,6km an, ein auf und ab mit tollen Singletrails, mehrmalige Überquerung der Altmühl/Donau und 1000Hm. Sehr wichtig das Tempo die Pace/Zeit ist unter ständiger Beobachtung. Den bei der 3.VP Matting bei 78,5km wird man von der Feuerwehr mit einem Schlauchboot über die Donau gesetzt. Die VP öffnet um 19:45h aber über die Donau wird man erst ab Punkt 21:00h übergesetzt. Mir kam das Tempo langsam vor 5:50 – 6:00 – 6:20 Pace aber es war immer noch zu schnell..

Nach 1:30 Std. noch lange vor Riedburg nahm ich einen Riegel und Wasser während des laufens zu mir. Dann sah man schon auf der Höhe die Riedburg und im Tal die Ortschaft Riedburg. Mit einem vertikalen Downhill ging es hinab nochmals über die Altmühl/Donau und ab zur VP.

An der VP gab es Brezeln, Schmalzbrote, Tomatenaufstrich, Oliven, warmer Tee, Apfelschorle, Iso, Cola, Wasser etc. und an jeder VP gab es Bier, denn wir sind in Bayern!

Ein vielleicht 10min. Boxenstopp, dabei füllte ich noch meine Trinkflaschen mit Wasser auf und es ging weiter. Gleich aus der Ortschaft raus und wieder Singletrails in eine Klamm über Felsen und tolle Aussichten. Jetzt standen 24,1km bis zur nächstan VP nach Kehlheim mit 800Hm an. Ich holte ein und wurde auch eingeholt und wir liefen zu zweit oder zu dritt weiter auf dem Jurasteig in Richtung Kehlheim. Kurz vor Kehlheim kam sogar die Sonne heraus und wir kamen runter an die Donau und liefen an tollen Felsen vorbei zur 2.VP bei 50,7km. Es waren mittlerweile 6:30 Std. vergangen und die Pace war immer noch zu hoch. Jetzt kam die längste Etappe nach Matting mit 27,8km und 800Hm. Raus aus Kehlheim und gleich wieder der nächste Anstieg. Es wurde immer sonniger und wärmer. Es ging wieder auf Singletrails die sehr schwierig waren entweder durch Baumfällarbeiten oder durch den Sturm total voll mit Ästen man musste die Beine gut anheben. Die führende Frau ging an uns vorbei mit Begleitung. Es war noch mal ein hartes Stück bis Matting und langsam kam die Pace in den Bereich für Matting.

So ca. 2km vor Matting zog ich dann die Stirnlampe an. Der Jurasteig wurde teilweise vom Veranstalter mit kleinen Reflektoren (Katzenaugen) ausgestattet. Man kann sich sehr gut orientieren und sich auf das laufen konzentrieren. Trotzdem brauch man ein GPX Gerät damit man immer wieder die Strecke findet wenn mal was unklar ist.

Um 20:45h hatte ich fast die Hälfte hinter mir und kam an der 3.VP gut an. Dort bekam ich meinen DropBag (Tasche mit etwa 30-35Liter Volumen) den ich am Start hinterlegt und am Abend zuvor gepackt hatte. Darin enthalten Jacke für die Nacht, Handschuhe, Regenjacke, kurze Hose, Schuhe, kurzes u. langes Kompressionsshirt, Laufshirts, Buff-Tücher, Mütze, Red Bull, Gels und Riegel.

Jetzt war umziehen angesagt, oben alles ausgezogen frische Klamotten an und die Jacke, Mütze und ein Tuch am Hals für die Nacht. Die Uhr und das Handy nachgeladen den auf dem Handy ist die Strecke als GPX auf der APP Komoot aufgespielt. Das Handy hatte zu diesem Zeitpunkt (knapp 12Std) immer noch 50% Akku -Klasse. Dann die Schuhe aus, Pizza gegessen und Schmalzbrote, Red Bull, Kaffee, Apfelsaftschorle getrunken, meine Trinkflaschen am Rucksack mit Wasser aufgefüllt. Die Schuhe wieder angezogen, den DropBag wieder abgegeben und die paar Meter runter zum Boot gelaufen. Erst bei der 7.VP, das ist bei 138km, hat man wieder Zugriff auf seinen DropBag.

Es war ca.21:30h da sind wir zu viert über die Donau gesetzt worden. Jetzt kam die kürzeste Etappe mit 10km und 460Hm. Kurz an der Donau entlang und was dann wieder kam war abzusehen, es ging wieder aufwärts. Zu zweit sind wir rauf und oben trennte ich mich dann und lief quasi die ganze Nacht alleine. Nur an den VPs sah man den ein oder anderen wieder oder auch nicht.

Es kamen wieder tolle Singletrails und bergab kam ich an der 4.VP dem Naturfreundehaus bei 88,5km vorbei. Dort drinnen gab es Kartoffelsuppe mit einem guten Kaffee. Beim rausgehen wurde es gleich frisch und ich brauchte eine kurze Zeit um wieder warm zu werden. Bei den nächsten VPs zog ich immer gleich die Jacke aus damit es mir beim herausgehen nicht ganz so kalt wurde.

Die nächste VP war 15,2km mit 480Hm entfernt in der Klosterwirtschaft in Pielenhofen. Dort nahm ich zu mir Kaffee, Suppe mit Backerbsen, belegte Brote mit Wurst und Käse. Auch den Akku von der Stirnlampe wechselte ich gleich, inzwischen war es schon 02:00h. Es ging raus über die Naab und gleich wieder hoch und in den Wald hinein.

Ab da wurde es ein wenig kühler man sah den Reif auf den Wiesen und Feldern. Jetzt kam aber wieder eine kurze Etappe 12,9km mit 320Hm. Dallackenried war oben auf der Höhe und war mit der Freiwilligen Feuerwehr besetzt. Dort oben auf den Feldern ging ein warmer Fön aber meine Hände waren kalt. Beim verlassen der VP in Richtung Schmidmühlen zog ich sogar meine Handschuhe an. Die ich aber nach 1Std. wieder auszog und verstaute.

Jetzt ging es langsam ins Tageslicht aber eine schwere Etappe mit 21,9km und 710Hm lag vor mir. Der DropBag war zum Greifen nah. Um 5:30h pfiffen die Vögel um die Wette, eine Stunde später kam das Tageslicht wieder zurück und langsam kam die Sonne heraus.

Es wurde relativ schnell warm und ca.9:20h war ich in Schmidmühlen. Nun an den DropBag, kurze Hose an und kurzes Laufshirt. Die Lampe samt Akku und alles unnötige in den DropBag. Das Handy noch einmal kurz laden,die Schuhe aus, etwas essen. Hier gab es alles was das Herz begehrt bzw. der Läufer. Als erstes Pasta mit Tomatensauce dazu ein Red Bull danach Sippe, Schmalzbrote, Kaffee. Danach die Schuhe an,die Flaschen aufgefüllt . Und bei tollem Wetter wieder hinaus auf die Strecke. Es kamen tolle Singletrails aber alle mitten in der Sonne, auf und ab bis nach Hohenburg an die letzte VP für die 170km.

Es waren 12,5km mit 400Hm aber die lohnen sich es gibt warmen Kartoffelbrei da musste ich zwei Portionen essen dazu Apfelsaftschorle und noch einen Schluck Kaffee. Dann ging es auf die letzte Etappe mit 19km und 590Hm, die wir zu zweit liefen um uns gegenseitig unsere Wehwehchen aufzuzählen aber mit einem Lächeln im Gesicht den gleich hatten wir es geschafft. Wie immer bevor es nach Kastl runter geht muß man erst einmal hoch und der weg war noch einmal steinig. Dann sahen wir schon Kastl und liefen oberhalb, bis es dann endlich runter ging ins Ziel. Dort warteten Meine Eltern und mein Onkel mit Freundin auf mich.

Es wurde eine Zeit von 29:19 Std. Rang 9 und Platz 1 meiner AK.

Damit keiner abkürzt waren auf den 170km zwei verschieden farbige Armbänder versteckt in zwei Kisten unterwegs auf der Strecke. Die zwei Bänder musste man im Ziel vorzeigen, wenn eins fehlt gibt es pro Band eine Stunde Strafzeit auf die erlaufene Zeit. Hatte beide .

Die letzten 2 Monaten haben sich gelohnt mit den vielen langen Läufen im GA1 Bereich mit Conny vom Lauftreff Hemsbach. Dem Kandel-Marathon den ich eigentlich schneller laufen wollte aber Julia (Trainerin) beruhigte mich „war doch eine gute Zeit“ und sie hatte recht eine Woche später merkte ich schon den Form Anstieg. Danke Julia.

Auch Danke an meine Familie die Tatkräftig mit halfen auf der Strecke an den VPs oder mit der Auswahl der Unterkunft, Danke.

War eine tolle Veranstaltung mit Pasta Party, Siegerehrung und tollen Helfern.

Wenn die Knochen halten, sehen wir uns wieder und vielleicht wird der Kreis geschlossen (239km).

Back on Track 🙂